Batterie

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Eine Blei / Säure Batterie in einem Quad oder Motorrad braucht hin und wieder ein klein wenig Pflege. Das ist keine große Arbeit. Um zu verstehen wie man die Batterie am Besten pflegt, ist es zuerst einmal nötig zu verstehen wie ein Bleiakku funktioniert, was sich da also im Inneren abspielt.

Im voll aufgeladenen Zustand hat eine 12Volt Batterie zwischen 12,6 und 13,8 Volt. Die Bleiplatten im Inneren des Akkus sind in diesem Zustand blank, und die Zwischenräume ausschließlich mit 38%iger Schwefelsäure (H2SO4) gefüllt. Die Bleiplatten sind dabei auch oben mit Säure bedeckt.

Wird ein Verbraucher an die Batterie angeschlossen (z.B. Glühlampe), reagiert die Schwefelsäure an der Oberfläche der Bleiplatten zu Bleisulfat (PbSO4) und Wasser (H2O) + Elektronen( e-). Diese Elektronen sind die Ladungsträger, werden über die Bleiplatten abgeleitet und somit fließt ein Strom.

Wasser gefriert bei 0 Grad ab! Achten Sie daher also gerade im Winter stets darauf, Säurebatterien immer voll geladen zu halten.

Beim Laden der Batterie über die Ladeelektrik oder ein externes Batterieladegerät wird dieser Vorgang umgekehrt. Unter Zufuhr von elektrischer Energie lösen sich die Sulfat Ionen (SO4, 2-) wieder von den Oberflächen der Bleiplatten und sind in der Lösung frei beweglich, wo sie wieder mit dem Wasser zu Schwefelsäure reagieren.

Die volle Spannung und Stromstärke der Batterie kann nur genutzt werden, wenn die volle Oberfläche der Bleiplatten unter "korrekter" Schwefelsäure steht. Auf das was hier korrekt bedeutet, gehen wie später noch ein. Fehlt also Flüssigkeit auf der Batterie, die Bleiplatten sind also von oben sichtbar "trocken", fehlt Euch Leistung in der Batterie. Ihr merkt das damit, das sich die Maschine vielleicht nur schwer oder gar nicht starten lässt. Daher: => BATTERIE SERVICE

ACHTUNG: BATTERIESÄURE IST sehr gefährlich - Verletzungsgefahr!!! Bei Hautkontakt sofort abwaschen, bei anschließender Rötung Arzt aufsuchen. Bei Kontakt mit den Augen droht Erblindung. Sofort gründlich unter fließendem Wasser auswaschen und Notarzt aufsuchen.

Tragen Sie bei diesen Arbeiten Also geeignete Schutzkleidung, das sind säurebeständige Gummihandschuhe und eine Schutzbrille, sowie lange Kleidung. keine Haftung für eventuelle Schäden.

Im Winter baut man eine Säurebatterie am Besten AUS, und lagert diese an einem Ort zwischen +5 - +15 Grad Celsius(z.B. Wohnhauskeller), füllt die Batterie mit Destilliertem Wasser (->gibts im Baumarkt, 5Liter 1,50 Euro!) soweit auf, das der Flüssigkeitsstand zwischen den Markierungen an der Batterie ist, und ladet diese einmal pro Monat durch. (Im Fahrzeughandbuch wird dies auch als korrekte Lagerung beschrieben)

Im Gebrauch:

Der Säurestand kann durch Verdunstung hin und wieder etwas abnehmen, bei besonders trockener Luft (arrides Klima) schneller als im humiden Klima (humid ~ feucht, das sind die gemäßigten Klimazonen, z.B. hier in Deutschland). Die Batterie ist mit einer Entlüftungsvorrichtung versehen, die den Gasaustausch normalerweise problemlos ermöglicht.

ACHTUNG. Wird eine Batterie besonders schnell entladen oder geladen, kann der Gasaustausch wohlmöglich nicht schnell genug erfolgen. Explosionsgefahr!!! Schließen Sie niemals eine Säurebatterie Kurz!

Daher ist die Batterie, einmal pro Monat auf korrekten Säurestand zu kontrollieren, und ggf. Bis zur Sollkannte mit destilliertem Wasser aufzufüllen, und komplett durch zu laden (eine Nacht lang am Ladegerät, der Schnelllademodus wird nicht empfohlen!!!). Beim Durchladen ist zu beachten, das die Einfüllabdeckungen der Säurakammern zur Entlüftung geöffnet sein muss.

Damit müsste die Säurebatterie für ein langes Leben gut gerüstet sein.

Nimmt die Batterie trotz ausreichendem Flüssigkeitsstand keinen Ladestrom auf und hat zu wenig Kapazität, ist sie defekt oder verschlissen und muss ausgetauscht werden. Neue Batterien finden Sie bei uns im Online Shop.

"Korrekte Schwefelsäure" besteht zu 38%aus konzentrierter Schwefelsäure und der Rest ist destilliertes, Chemisch reines und nicht verunreinigtes Wasser. Verwenden Sie zum Auffüllen niemals Leitungswasser, diese enthält Salze und beeinträchtigt die Batteriefunktion.

Mögliche Gründe für das Versagen einer Batterie sind:

-Säuregrad stimmt nicht (mehr oder weniger als 38% iger Schwefelsäure)

-Bleiplatten sind an den oberflächen Oxidiert oder verunreinigt

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Nur bei einer vollständig sauberen Oberfläche der Bleiplatten kann die Batterie einwandfrei arbeiten. Ist die reaktionsfähige Oberfläche der Bleiplatten reduziert oder die Säure verunreinigt, so wird die Funktion der Batterie eingeschränkt.

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Was kann man da noch tun?

Batterie "Wässern"!

Das heißt:

1. alte Säure raus

2. Batterie ins Warme (10 - 20 Grad Celsius)

3. Frisches Destilliertes Wasser drauf

4. Durchladen, mindestens 12 Stunden

5. Wasser nochmal raus (Tag 2)

6. nochmal frisches destilliertes Wasser drauf

7. Nochmal durchladen (das zweite mal jetzt)

8. Wasser nochmal raus (Tag 3)

9. nochmal frisches destilliertes Wasser drauf

10. Nochmal durchladen (das Dritte mal jetzt)

11. Wasser aus der Batterie raus (Tag 4)

->jetzt sollten die oberflächen der Bleiplatten wieder blank sein

12. Frische Schwefelsäure für Säurebatterien drauf (38%ige H2SO4)

13. Durchladen

14. Spannung messen. Zwischen 12,6 Volt und 13,8 Volt sind gut


Dann ist die Batterie wieder voll einsatzfähig.

Ob das "Wässern" erfolgreich ist, hängt vor allem von der Art der Ablagerung auf den Bleiplattenoberflächen ab. Ist hier z.B. Schlamm eingedrungen, sind die Bleiplatten dauerhaft korrodiert und das "Wässern" bringt nicht ->neue Batterie.

Meist sind die Batterien jedoch nur durch mangehaften "Batterie - Service" an den oberen Teilen leicht oxidiert - hier kann man mit dem "Wässern" durch aus gute Ergebnisse erzielen.

Für weitere Anregungen durch "Batterie - Experten" bin ich durchaus dankbar, vielleicht gibts ja noch was , was ich dazu nicht weiss. Bitte Mail an stoewershop@gmx.de - Danke